Zum Feuerschutzzentrum: Interessante Lösungsansätze

Interessante Lösungsansätze

Die mit Spannung erwartete Konzeption des Bonner Gutachterbüros „formplan GmbH“ zum Feuerschutz- und Rettungsdienstzentrum liegt den Politikern jetzt vor. In knapp drei Wochen soll über das voraussichtlich rund 10,2 Millionen Euro teure Bauprojekt entschieden werden.

Trotz der Kürze der Zeit scheint die Verabschiedung durchaus realistisch, denn was die Experten an Daten und Fakten zusammengetragen und an Schlussfolgerungen gezogen haben, klingt nachvollziehbar. Tatsache ist, dass das aktuelle Gebäude am Standort der Iserlohner Berufsfeuerwehr unzumutbar ist. Wer hohe Anforderungen an Rettungskräfte stellt, die in Einsätzen nicht selten an ihre Grenzen gehen, muss für vernünftige Ausbildungs- und Trainingsmöglichkeiten sorgen. Wenn in diese Neubaupläne weiterführende Überlegungen einfließen, ein solches Zentrum mit einem zentralen Standort für den Krankentransport (1,8 Millionen Euro) im Lennetal und im südlichen Kreisgebiet zu verknüpfen, bieten sich durchaus interessante Lösungsansätze an. Denn der Kreis benötigt mehr Personal und Fahrzeuge, weil die Einsatzzahlen wegen der Zunahme der Zahl älterer Menschen ständig steigen. Dafür müssten die vorhandenen Wachen in Altena, Werdohl und Herscheid erweitert oder sogar vollständig neu gebaut werden.

Beim Verhältnis von drei zu eins dürfte eine zentrale Stelle im Bereich Lüdenscheid deutlich günstiger ausfallen, zumal die Einsatzfristen gewahrt blieben. Damit wäre das ursprünglich favorisierte Areal des bald freiwerdenden KDVZ-Geländes in Iserlohn-Griesenbrauck aus dem Rennen. Für den Krankentransport ist es wegen der Lage unrealistisch, für ein Trainingszentrum der Feuerwehr kommt es aufgrund der Nähe zur Wohnbebauung nicht in Frage. Käme es in den Abendstunden und an Wochenenden zu Lärmbelästigungen, wären juristische Nachspiele absehbar. Auch wenn die Chancen des Gewerbegebiets Rosmart wegen der empfohlenen Anbindung zur Autobahn und der weniger sensiblen Reaktion auf den Geräuschpegel gestiegen sind, ist noch nichts entschieden. Neben den Rahmenbedingungen darf ein Argument nicht vergessen werden: Die Fahrtwege der Ehrenamtlichen aus dem Südkreis würden nicht zu zeitraubend. Schließlich sind die Freiwilligen eine unverzichtbare Stütze.

Leserkommentar: Zum Feuerschutzzentrum / Bernd Eiber

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